Montag, 25. April 2016

Island - Feuer - Wasser - Insel am Polarkreis

Tag II Teil 2

 

  Reykjavik entdecken

Lange Zeit blieb die Insel im Nordatlantik unbewohnt, auch noch zu der Zeit, als Tacitus von der Erkundungsfahrt einer römischen Flotte etwa 83/84 n.Chr.berichtet. Dier Süden der britischen Inseln war zu dieser Zeit unter römischer Herrschaft, und die nimmermüden Eroberer interessierten sich auch für das Nordmeer, Sie befriedeten die Orkneyinseln und sichteten ganz im Norden Land, das nach Pytheas' Reisebericht "Ultima Thule" genannt wurde. Etwa 330 v. Chr. bereiste der griechische Geograf Pytheas von Marseille aus den nördlichen Atlantik, und er muss wohl bis Mittelnorwegen gelangt sein.Seine Aufzeichnungen waren bis weit ins Mittelalter bekannt, sind heute jedoch verloren.



Der Geograf Strabo beschreibt die Einwohner ein wenig später: the people (of Thule) live on millet and other herbs, and on fruits and roots; and where there are grain and honey, the people get their beverage, also, from them. As for the grain, he says, since they have no pure sunshine, they pound it out in large storehouses, after first gathering in the ears thither; for the threshing floors become useless because of this lack of sunshine and because of the rains.[26]


 
Zu Anfang 12.Jh verfasst Ari Þorgilsson das Islendingsbók, das Buch der Isländer. Er berchtet, dass im ).Jh irische Mönche auf der Suche nach Einsamkeit auf die Insel gekommen seien, aber nur einen Sommer bleiben. Offensichtlich - das ergeben archäologische Funde - lebten auch nordische Siedler neben den"Papen", die offizielle Geschichtsschreibung folgt jedoch Þorgilsson und dem "Landnámabók": Der norwegische König Harald Schönhaar erobert die nördlichen Inseln, ein gewisser Ingólfur Arnarson kommt zusammen mit seinem Halbbruder nach Island. Ingólfur reißt beim Näherkommen die zwei geschnitzten Ruderbänke aus seinem Schiff und wirft sie in die See. Wo sie an Land gespült werden, in der "Rauchbucht" Reykjavik gründet er eine Siedlung, und bald werden demokratische Strukuren geschaffen, davon später.
982 entdeckt Erik der Rote von Island aus Grönland,um das Jahr 1000 sein Sohn Leifur Eriksson bei Neufundland Amerika.
1262 wird Island dem Königreich Norwegen unterworfen, 1380 gerät es dann an Dänemrk, unter dessen Hoheit es bis 1944 bleiben wird.







Heute ist Reykjavik eine Stadt von etwa 120 000 Menschen, die Zahl wächst aufgrund von Zuwanderung aus anderen Landesteilen.Das Stadtbild wirkt zunächst nicht besonders attrakiv und uneinheitlich, mit vielen grauen und auch heruntergekommenen Häusern, kaum höheren gebilden, daneben aber auch bunten und modernen im skandinavischen Stil.




Es wird viel gebaut (Foto nachts um 23 Uhr aufgenommen!),






unattraktive Häuserwände mit auffälligen Motiven bemalt


























Da von den vielen Vulkanen Islands ständig Asche in der Luft ist und es sich nicht lohnt, die Fenster zu putzen, entstehen beim fotografischen Blick aus dem Zimmer wahre Gemälde:

 Copyright: Helmut Seidel

 Neben hübsch herausgeputzten Häusern


 


gibt es am alten Hafen die großartige Konzerthalle "Harpa"


und viel Schrulliges und witziges Design - im nächsten Bericht!

Sonntag, 24. April 2016

Island - Feuer - Wasser - Insel am Polarkreis

Tag II Teil 1


Bereits gestern habe ich im Flugzeug zwei Kolleginnen getroffen, die am gleichen Programm teilnehmen. Wir sind schon sehr gespannt, was wir heute erfahren werden.
Gestern auch gleich der Versuch, ein bisschen einzudringen in die isländische Sprache, die uns beim Lesen erlaubt, das eine oder andere sofort zu verstehen:

Da werden zwar nicht belgische, aber isländische Waffeln angeboten! 


Und was gibt's hier Feines?



Frühling wird es irgendwann auch in Island...
 


Für Hungige gibt's Franskar kartöflur
(= french fries) 

und Origami auf isländisch

 

Samstag, 23. April 2016

Island - Feuer - Wasser - Insel am Polarkreis

 

Tag 1

 




Die Anreise nach Island - Sprühregen in Landshut, strahlender Sonnenschein über dem Atlantik (kein Wunder, wenn man RollsRoyce fliegt ;) und die Welt von oben sieht)
 

bizarre Wolkenformationen über dem Nordatlantik





 Flug über die Faröer Inseln





 Anflug auf Island

über das Gebiet des berühmten Eyjafjallajökull


+


  
zum Flughafen Keflavik



 ... und leider auch Nieselregen zum Empfang in Reykjavik
IcelandAir: freundliche Menschen, Service minimal; es gibt fast nur Wasser umsonst, für alles anderes zahlt man: Getränke, Essen, Kopfhörer (4 €) für ein paar wenige alte Filme, aber auch schöne Videos zu Island).
Vom Flughafen gelangt man sehr einfach per FlyBus in die Stadt, mit FlyBus Plus zum Hotel oder Apartmenthaus.
 

 

Dienstag, 19. April 2016


Reise nach Andalusien und Besuch unseres neuen Standorts für das Auslandspraktikum in Spanien: Benalmádena

Für diesen Jahrgang haben wir beschlossen, unsere Schüler an die Costa del Sol zu schicken - also galt es, die dortige Partnerschule zu besuchen und die Region kennenzulernen, um unsere Schüler entsprechend vorbereiten zu können.
Dazu galt es sich frei zu machen von der Vorstellung, Andalusien sei gleichbedeutend mit Torremolinos und Marbella - aber die berühmte Region im Südosten der iberischen Halbinsel ist reich an Geschichte, Kultur, an Sonne, gutem Essen und Vielem mehr!



Al-Andalus ist der muslimische Name für den von 711 - 1492 muslimisch beherrschten Teil Spaniens, von dem uns bis heute großartige Bauten, aber auch noch immer deutlich spürbare Einflüsse in Kunst und Kultur geblieben sind. Für die Bedeutung des Namens gibt es verschiedene Erklärungen, eine davon bezieht sich auf die Vandalen, die sich zu Beginn des 5. Jahrhunderts - wir befinden uns zu der Zeit der Völkerwanderung - für etwa 20 Jahre in Südspanien niedergelassen haben, bevor sie dann nach Nordafrika übersetzten und dort unter der Führung ihres Königs Geiserich ein Reich gründeten. Das gotische Wort "landahlauts" bedeutet "landlos", ein Attribut, das diesem umherziehenden ostgermanischen Stamm damals gegeben wurde. Im Arabischen wurde es dann zu (Al-) Andalus.

Voller Spannung landeten wir im sonnigen Málaga und fuhren sofort weiter nach Córdoba, der nach Sevilla bedeutendsten Stadt Andalusiens.Wir nutzten die Gunst eines ruhigen Sonntagabends um zu unserem kleinen Hotel mitten in der engen Altstadt Córdobas, in der Judería, zu gelangen, wo zum Glück der Hotelbesitzer bereit war, das Auto für uns in einer nahegelegenen privaten Parkgarage unterzubringen. Befreit von der PS-Last machten wir uns sogleich auf, um in der Altstadt, an der Plaza de las Tendillas, die ersten Tapas zu genießen.

Foto: Morguefile

Gleich am nächsten Morgen machten wir uns auf, die berühmte Mezquita-Catedral zu sehen.  
An der Stelle des heutigen Córdoba gab es bereits vor 3000 Jahren am Guadalquivir eine iberische Siedlung, die die Karthager zu einer Stadt ausbauten, bis sie 201 v. Chr. von den Römern vertrieben wurden. Die neuen Herren ernannten sie zur Hauptstadt der Provinz Baetica (benannt nach dem alten Bezeichnung Betis für den Guadalquivir) und machten sie zu einem kulturellen Zentrum, in dem Persönlichkeiten wie der Rhetoriker Marcus Annaeus Seneca (54 v. Chr. - 39 n. Chr.) und der Philosoph Lucius Annaeus Seneca (4 v. Chr. - 65 n. Chr.) lebten. Nachdem das römische Reich zerbrochen, die Vandalen und die Westgoten hindurchgezogen waren, betraten ab 750 die maurischen Omajiaden die Szenerie.


Unter den neuen islamischen Herrschern entwickelte sich Córdoba zu kultureller Blüte und zum geistigen Zentrum Europas.
Da unser Hotel Don Paula kein Frühstück anbietet, gehen wir in das fünf Minuten entfernte Restaurante und Cafeteria Gris's 



und genießen ein andalusisches Frühstück mit Pan Tumaca (gehackte, pürierte reife Tomate mit Knoblauch und Olivenöl): Ein vitaminreicher Start in den Morgen!



So gestärkt machen wir uns also auf den Weg durch die Judería - das historische jüdische Viertel Córdobas
wilde Orangenbäume




mit den Ziel, die berühmte Mezquita Catedral zu sehen, die ehemalige Hauptmoschee des westlichen Islam und eine der größten Moschee nördlich der Welt.



Außenmauer der Mezquita
Das zum Glockenturm umgebaute Minarett



Patio de los Naranjos




Gleich beim Eintreten in das von außen schlicht wirkende Gebäude 
ist der Besucher überwältigt von der schier endlosen Reihe der 793 (!!) Säulen, die mit rot-gelben Bögen die gewaltige Halle stützen




Auch kleine Besucher inspizieren die Mezquita Catedral





im Hintergrund sieht man die in die Moschee eingebaute Kathedrale





Nach der Besichtigung genießen wir Manuels köstlichen Kaffee und wunderbaren Kuchen





 







und statten der römischen Brücke über den Guadalquivír einen Besuch ab




Freitag, 6. November 2015

Veranstaltung: Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, 19.09.2015

Fremdsprachenschule sagt Diskriminierung und Ausgrenzung den Kampf an
Veranstaltung: Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage
19.09.2015
INTRO: 1:30 Min